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Geschichte

Entsprechend einer Legende, auf dem spanischen Manuskript eines unbekannten Autors beruhend und im Jahre 1857 durch den Weltgeistlichen Giovanni Spano veröffentlicht, wurde Bosa durch Calmedia, Tochter des legendären Sardus Pater, gegründet. Unabhängig von diesem Mythos gehen die ersten konkreten Anzeichen der Existenz von Bosa zurück auf das neunte Jahrhundert v. Chr., und basieren auf einer antiken phönizischen Inschrift. Dieses Epigraf wurde in der Gegend gefunden, wo Bosa Vetus Romana entstehen sollte, auf der linken Seite des Flusses Temo und nur wenige Schritte von der Kirche des heiligen Petrus außerhalb der Stadtmauern. Dieser Ort wurde bereits zu ur- und frühgeschichtlichen Zeiten bewohnt, wie die vielen Felsengräber bezeugen.

Die bemerkenswertesten archäologischen Funde, zumeist Grabbeigaben, entstammen der römischen Periode.
Zu byzantinischen Zeiten wurde das Dorf stattdessen sicher auf der linken Uferseite des Temo platziert, nahe der Kirche von San Pietro, hatte Municipium-Status, also eine von Rom abhängige Stadt. Sie wurde mit einem Flusshafen ausgestattet, in der so genannten Messerchimbe-Gegend, in der sich heute die alte Kathedrale von St. Petrus Extramuros befindet, ein bewundernswertes Beispiel lombardisch-romanischer Architektur des Jahres 1062.

Im Mittelalter war Bosa die Hauptstadt der Region Planargia, musste aber nach dem achten Jahrhundert aufgrund zahlreicher muslimischer Raubzüge größtenteils aufgegeben werden. Im Jahr 1112 gewährte Konstantin I., Richter des Torres-Judikats, der ligurischen Familie Malaspina dello Spino Secco die Erlaubnis, sich auf dem Hügel Serravalle am rechten Ufer des Flusses niederzulassen. Dies führte zu einem Verzicht auf die antike Stadt, die langsam aber sicher verlassen wurde, und es entstanden das Schloss sowie das Dörfchen Bosa Nuova, das sich zu einem Herrenstaat entwickelte, mit eigenen, in einer Satzung gesammelten Gesetzen. Die historischen Ereignisse führten dann 1328 zum Eintritt in das Judikat von Arborea, und hiernach zur Unterwerfung unter die aragonische Krone (1410). Am 30. September 1499 führte eine Entscheidung durch Ferdinand den Katholischen dazu, dass die Stadt in die Liste der königlichen Städte ernannt wurde, und entsprechende Privilegien in Anspruch nehmen konnte. Als Isabella von Villamarina ohne Erben verstarb, beschlagnahmte König Philipp II. von Spanien das Gebiet und vereinte es mit dem königlichen Besitztum. Seitdem war Bosa in jeder Hinsicht eine königliche Stadt, und beendete seinen feudalen Status.